Sprachsensibler Fachunterricht

Das Stichwort "sprachsensibler Fachunterricht" weist auf einen notwendige stärkere Verzahnung von sprachlichem und fachlichem Lernen. Lehrkräfte verschiedener Fächer sollten die sprachliche Seite ihres Faches kennen lernen, um im Unterricht - gegebenenfalls im Team Teaching mit Sprachlehrer*innen oder Lerntutor*innen - auf Lernschwierigkeiten ihrer Schüler*innen eingehen zu können.

Die Zeitschrift für interkulturellen Fremdsprachenunterricht (23/1, 2018) bietet einen ersten Einstieg in das Thema. 

Als Literatur zu empfehlen sind zudem die Bände "Sprachbildung in allen Fächern" von Melanie Beese, Claudia Benholz, Christoph Chlosta, Erkan Gürsoy, Beatrix Hinrichs, Constanze Niederhaus und Sven Oleschko sowie "Sprachförderung im Fachunterricht in sprachlich heterogenen Klassen" von Sabine Schmölzer-Eibinger, Magdalena Dorner, Elisabeth Langer und Maria-Rita Helten-Pacher.

Das "Handbuch Sprachförderung im Fach" von Josef Leisen gibt viele Beispiele für eine best practice.

Beispiele aus der Praxis finden sich auch im Band "Sprachförderlicher Fachunterricht: Erfahrungen und Beispiele" von Hanne Brandt und Ingrid Gogolin, der Ergebnisse des FörMig-Projekts präsentiert.

    

 

Weitere Literaturhinweise

Terrasi-Haufe, Elisabetta  / Börsel, Anke (Hrsg.) (2017): Sprache und Sprachbildung in der beruflichen Bildung. Münster: Waxmann

 

 

Als "Lernergrammatiken" bezeichnet man Grammatiken, die für Lehr- und Lernzwecke erstellt sind. Sie wenden sich an Lehrende ebenso wie auch an Lernende selbst, die einen Überblick über die grammatischen Regularitäten der Zielsprachen erhalten möchten. Dabei steht der Wunsch nach durchschaubaren, somit lernbaren Regeln im Vordergrund. Einige Lernergrammatiken sind daher mit einem grammatischen Übungsbuch verbunden.

Für den Unterricht gut geeignet sind auch multimodale Grammatiken, Bildgrammatiken, die grammatische Bedeutungen durch visuelle Mittel verdeutlichen, oder grammatische Animationen. 

Abb.  Lernergrammatiken für Deutsch als Fremdsprache